Veröffentlicht am Sa., 1. Aug. 2020 10:14 Uhr

Seit wir in der Oktober-November-Ausgabe der Hochmeisterzeitung ausführlich über den Planungsstand unseres Anbaus berichtet haben, hat sich eine Menge getan – auch wenn man es bisher (fast) nur auf dem Papier sehen kann. Das einzig Sichtbare war die Fällung der Eibe, die wir noch in der vegetations- und brutfreien Zeit vor Ende Februar 2020 durchführen mussten, sowie die Erneuerung des elektrischen Hausanschlusses der Kirche mit Erhöhung der Stromleistung im Juni.

Aber das Wichtigste zuerst: am 10. Februar 2020 wurde uns die Baugenehmigung für den Anbau vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erteilt.  Und nur drei Tage später, am 13.02.2020, kam auch die kirchenaufsichtliche Genehmigung, mit der gleichzeitig der vom Gemeindekirchenrat verabschiedete Finanzierungsplan bestätigt wurde. Damit war ein großer Meilenstein bei der Realisierung unseres Anbaus erreicht.

Bereits nach Einreichung des Bauantrages im September 2019 wurde seitens der Architekten und Fachplaner mit der Ausführungs- und Detailplanung begonnen. Etliche Planungsrunden waren notwendig, um die statischen Belange mit den architektonischen abzugleichen. Wände wurden verstärkt oder verschoben, die Leitungsführungen für Heizung, Lüftung, Wasser und Abwasser sowie die Elektrik mussten festgelegt, Durchbrüche angepasst werden.

Trotz der verhältnismäßig geringen Größe des Anbaus musste eine Vielzahl an Details, insbesondere für die Anschlüsse an den Baubestand der Kirche und die Haustechnik im Keller, erarbeitet werden. Es ergeben sich mehr Detailpunkte als bei manchem mehrgeschossigen Neubauprojekt.

Besonders schwierig erwies sich die Planung der Baugrube. Im Planungsprozess hat sich herausgestellt, dass aus statischen Gründen die Unterfangung, das heißt die Verstärkung der Fundamente der Kirche, im Bereich das Anbaus erweitert werden muss. Dadurch ergibt sich eine Vergrößerung der Baugrube und damit auch des notwendigen Verbaus. Zusätzlich musste der praktische Aspekt betrachtet werden: wie lassen sich sie langen Stahlträger des Verbaus mit den großen Baumaschinen bei den beengten Platzverhältnissen und dem dichten Baumbestand in der Nestorstraße einbauen?

All diese Dinge wurden betrachtet und letztlich für jedes Problem eine Lösung gefunden. Und nun ist es endlich soweit. Anfang Juni konnten die Ausschreibungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt „Verbau, Erdarbeiten und Unterfangung der Kirche“ an mehrere Tiefbaufirmen versendet werden. Gemäß Beschluss des GKR auf einer Sondersitzung am 30. Juni 2020 wurden die zwei wirtschaftlichsten Bieter zu einem Vergabegespräch eingeladen und schließlich der Bauvertrag unterschrieben. In der ersten Augustwoche 2020 kann dann voraussichtlich mit den Bauarbeiten begonnen werden!

Im August sollen dann die Beschlüsse für die Beauftragung des zweiten Bauabschnitts, den Rohbauarbeiten des Untergeschosses, sowie die Haustechnik-Gewerke und den Aufzug durch den GKR gefasst werden. Später folgen dann noch der Stahlbau für den Glaspavillon und die Gewerke zum Innenausbau. Auch wenn es ein ambitioniertes Ziel ist, so hoffen wir, dass Rohbau und Glaspavillon bis zum Jahresende 2020 errichtet sind, damit im Frühjahr 2021 die Ausbauarbeiten abgeschlossen werden können.

Jan Langer

Kategorien Anbau